Von Frank-Burkhard Habel

    „Latücht“ ist ein plattdeutscher Ausdruck für die Laterne, also das Licht in der Dunkelheit. Das ist der Neubrandenburger Latücht-Verein in mehrerlei Hinsicht. Er verfügt über internationales Renommee als Ausrichter des Festivals dokumentART, das Mitte Oktober zum 26. Mal über die Leinwand ging, in einer Stadt, die kulturelle Aktivitäten dringend nötig hat. Die neue Leiterin Yun-Hua Chen, eine in Berlin lebende taiwanesische Filmkritikerin, hat begonnen, das traditionelle Dokumentarfilmfestival stärker dem Animations- und Kurzspielfilm zu öffnen. Seit diesem Jahr gilt der neue Namenszusatz „films & future“. Ebenso richtig ist aber der Gedanke, dass nur der die Zukunft gestalten kann, der Vergangenheit und Gegenwart verstanden hat. Und so hat sich eigentlich nicht allzu viel geändert.

    Von Ulrike Schirm
     
    Die großbürgerliche Familie Laurent, Besitzer einer Baufirma, residiert in einem noblen Anwesen, nahe der Küste von Calais. In der pompös ausgestatteten Villa fehlt es an Nichts. Sündhaft teure Gemälde schmücken die Wände, gespeist wird von feinstem Geschirr, riesige Sitzlandschaften laden zum Verweilen ein. Betreut und in Ordnung gehalten wird das Luxusobjekt von marokkanischen Hausangestellten. Doch der luxuriöse Schein trügt gewaltig. Tauschen möchte man mit keiner der dort anwesenden Personen, die in dem schlossähnlichen Palast, ohne einen Funken von Empathie und Wärme für nicht einen der zahlreichen Familienmitglieder, leben.

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